Trekkingbike Radtour Dresden-Budapest 2008 - Programm



© 2007 skate-tours-berlin.com
Prag, Wien und Budapest gehören zu den interessantesten Reisezielen in Europa. Es waren die wichtigsten Zentren der früheren Habsburger Donaumonarchie und die meisten der damals errichteten Prunkbauten haben die Kriege des 20. Jahrhunderts überstanden. Dazu noch Dresden und Bratislava, die sich gewiss nicht zu verstecken brauchen. Glanzvolle Städte auf der einen, herrliche Natur auf der anderen Seite machen diese Reise äußerst kontrast- und erlebnisreich. Die Flüsse Elbe, Moldau und Donau ebnen uns im wahren Sinne des Wortes häufig den Weg. Mindestens ebenso häufig geht es auf sehr schöne, aber mitunter durchaus herausfordernden Strecken in die sehenswerten Mittelgebirge Sächsisch-böhmische Schweiz, Kokorinsko, den Böhmerwald und das Waldviertel.
1. Tag: Dresden
Individuelle Anreise nach Dresden. Abends Begrüßung in der Hotellobby, anschließend fühlen wir der Kneipenszene im sächsischen Elbflorenz auf den Zahn. Die Besichtigung Dresdens gehört nicht zur Reise. Wenn du’s noch nicht kennst, reise am besten morgens oder schon am Vortag an.
2. Tag: Dresden-Rynartice
Heute nutzen wir über weite Strecken den Elbradweg, der gerade im Bereich der Sächsischen Schweiz hervorragend ausgebaut ist. Dabei siehst Du auch das Barockschloss Pillnitz, einen großartigen Repräsentationsbau aus der Zeit August des Starken. Nach einem Picknick in Königstein queren wir die Elbe mit einer kleinen Fähre und kommen nach Bad Schandau. Hinter der tschechischen Grenze verlassen wir das Elbtal und kommen mitten hinein in den schönsten Teil der Böhmischen Schweiz mit ihren bizarren Felsformen. In Rynartice sind wir in einem sehr guten Hotel mit Schwimmbad zu Gast. Ein echter Geheimtipp. Gemeinsames Abendessen.
Level 2: ca. 79 km/618 hm, Level 1: ca. 71 km/560 Höhenmeter.
3. Tag: Rynartice-Prag
Auf reizvoller Strecke rollen wir in Richtung Süden. Die erste Pause ist in einem Städtchen mit dem schrägen Namen Horni Police an der imposanten Barockkirche vorgesehen. Mittags Picknick an einem schönen Badesee, bevor wir in das Kokorinsko-Gebiet biken. Auch hier gibt es zahlreiche bizarre Sandsteinformen zu bestaunen. Nach einem Halt an der Burg Kokorin kommen wir nach Melnik, wo unterhalb des städtischen Weinbergs die Flüsse Elbe und Moldau zusammenfließen. Unweit von Melnik nehmen wir die Bahn nach Prag (2 Übernachtungen).
Level 2: ca. 98 km/916 hm, Level 1: ca. 82km/750 hm.
4. Tag: City-Tour Prag
In Prag ist ein Hotel gebucht, das ruhig am Rande eines großen Parks liegt. Von dort starten wir unsere Stadtbesichtigung mit dem Rad. Eine besonders aufregende Art, sich einer der schönsten Städte Europas zu nähern. Wir kommen zur Kleinseite und auf den legendären Hradschin, die größte Burganlage der Welt. Im Zentrum stellen wir die Bikes ab und Ihr habt Zeit, die Prager Altstadt zu erkunden. Abends fahren die meisten sicher noch einmal in die City, diesmal besser mit der U-Bahn (Station direkt vor dem Hotel). Radstrecke: ca. 25 km die Stadtbesichtigung ist natürlich auch ohne Bike möglich.
5. Tag: Prag-Zvikov
Wir verlassen Prag mit dem Zug, denn die Outskirts der Stadt sind nicht besonders schön. Umso schöner ist dagegen die Radstrecke nahe der Moldau, dabei geht es mitunter mächtig rauf und runter. Am großen Stausee von Orlik besichtigen wir das gleichnamige Schloss sowie die Burg in Zvikov, wo sich auch unser Hotel befindet. Ein zünftiges tschechisches Abendessen schließt den Tag ab.
Level 2: 93 km/980 hm, Level 1: ca. 84 km/ 670 Höhenmeter.
6. Tag: Zvikov-Budweis
Am Vormittag sind auf dem Weg nach Tyn einige Kilometer an der Hauptstraße unvermeidlich, doch die spätere Traumstrecke direkt an der Moldau entschädigt für alles. Der Hammer ist das Märchenschloss Hluboka, das sich plötzlich vor uns auftut. Hier machen wir eine Pause und biken anschließend auf einem Radweg am Flussufer nach Ceske Budejowice/Budweis hinein. Die Stadt ist vor allem durch ihr Bier berühmt. In der Budvar-Brauerei müssen wir uns selbstverständlich erst einmal über die Firma und die Herstellung informieren, bevor wir in den Genuss des erfrischenden Gerstensaftes kommen. Weniger bekannt ist, dass Budweis eine ausgesprochen sehenswerte Altstadt hat. Unser Hotel liegt in einer ihrer schönsten Gassen.
Level 2+1: ca. 75 km/805 hm.
7. Tag: Budweis-Krumau-Harbach
Der Touristenmagnet Südböhmens ist das Städtchen Cesky Krumlov/Krumau, dessen Lage durch die an dieser Stelle wild mäandrierende Moldau von Natur aus begünstigt worden ist. Die Einstufung als UNESCOWeltkulturerbe hat die Stadt der praktisch vollständig intakten historischen Bausubstanz zu verdanken. Dort wollen wir hin. Am Nachmittag verlassen wir Krumau und gelangen auf die Höhen des Böhmerwaldes in Richtung Österreich. Verschwiegene Wege führen uns ins entlegene Moorbad Harbach, wo uns ein kleines Gasthaus Quartier und ein schmackhaftes Abendessen bietet.
Level 2: 85 km/1.160 hm, Level 1: 73 km/760 hm.
8. Tag: Harbach-Krems-Wien
Das Waldviertel ist ein sehr schöner, kaum bekannter Teil der Alpenrepublik, der über ein ausgezeichnetes Netz an Radwegen verfügt. Die erste Pause ist in der historischen Altstadt von Weitra, eine weitere an der Stiftskirche von Zwettl geplant. Das natürliche Gefälle des Flüsschens Krems nutzen wir, um in die Stadt gleichen Namens hinabzurollen. Von dort geht es per Bahn in die Landeshauptstadt Wien.
Level 2: ca. 101km/931 hm, Level 1: ca. 87 km/685 hm.
9. Tag: City-Tour Wien
Anders als in Prag ist die Innenstadt von Wien ziemlich flach und ein gut ausgebautes Radwegenetz legt es nahe, auch hier die Besichtigung auf dem Rad vorzunehmen. Wer Wien schon kennt, hat heute natürlich alle Freiheiten, sein Tagesprogramm auf eigene Faust zusammen zu stellen. Abends ist es eine Idee, zum Heurigen zu gehen, denn unser Hotel liegt nicht weit von den Wiener Weinvierteln entfernt und der Guide weiß, wo man mehr Wiener als Touristen trifft.
Radstrecke: ca. 34 km.
10. Tag: Wien-Bratislava
Nach einigen recht fordernden Etappen in Tschechien wird uns die heutige Strecke entlang der Donau sehr leicht vorkommen. Zunächst biken wir durch den berühmten Wiener Prater und kommen durch die Donauauen aus der Stadt heraus. In Patronell-Carnuntam treffen wir auf die Spuren der alten Römer. Direkt hinter der Grenze zur Slowakei liegt deren Hauptstadt Bratislava/Pressburg. Die Verwirklichung futuristischer Architektur wurde an der Donaubrücke in die Innenstadt ausprobiert. Bratislava hat sehenswerte Straßenzüge, kann aber baulich mit den anderen auf dieser Reise besuchten Metropolen nicht ganz mithalten. Dafür ist mächtig was los. Unser Hotel liegt günstig für die Erkundung des Stadtlebens.
Level 2+1: ca. 77 km/40 hm.
11. Tag: Bratislava-Esztergom
Eine lange, aber flache Strecke führt uns heute in den Teil der Slowakei, in dem viele Ungarn leben. Zunächst fahren wir am Ufer des großen Gabcikovo-Stausees auf einem hervorragend ausgebauten Radweg und wechseln in Medved’ov auf eine nicht sehr befahrene Nebenstraße. Kurz vor unserem Ziel Komarno erwartet uns ein holpriger Streckenabschnitt. Die Stadt ist durch die Donau geteilt und auf der anderen Seite ungarisch. Von dort Transfer nach Esztergom, bekannt durch seine weithin sichtbare riesige Basilika, die mit ihrer charakteristischen Kuppel auf einem Hügel über der Stadt thront.
Level 2: ca. 110 km/55 hm, Level 1: ca. 64 km/40 hm.
12. Tag: Esztergom-Budapest
Das sogenannte Donauknie zählt zu den landschaftlichen Schönheiten Ungarns. Dorthin führt der Weg und per Fähre lassen wir uns auf die Szentendre-Insel übersetzen (Picknick). Später kommen wir in das gleichnamige Weinstädtchen. Immer näher rückt das Ziel unserer weiten Reise Budapest. Natürlich lassen wir uns es nicht nehmen, mit dem Rad in die ungarische Hauptstadt einzufahren. Hier haben wir an einigen Stellen etwas mit dem Autoverkehr zu kämpfen, aber nach fast 800 km Strecke kann uns das wohl nicht mehr erschüttern. Unser schmuckes kleines Hotel liegt nur wenige Meter von jenem Viertel entfernt, wo sich in letzter Zeit die angesagtesten Locations etabliert haben. Auch an normalen Wochentagen ist in Budapest immer was los.
Level 1+2: ca. 83 km/120 hm.
13. Tag: City-Tour Budapest
Wenn nicht anders gewünscht, bleibt diesmal das Rad im Schuppen. Wir erkunden Budapest zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, besichtigen auch den Burgberg von Buda mit Burgpalast und Fischerbastei. Zu den Attraktionen der Stadt zählen die vielen prunkvollen öffentlichen Thermalbäder. Jeder kennt die Fotos von den im Wasser sitzenden Schachspielern. Auch für uns sollte ein Thermalbadbesuch eine Alternative bei der Tagesgestaltung sein. Abends gemeinsames Abschlussessen.
14. Tag: Rückreise
Nach dem Frühstück endet die Reise. Zusatzübernachtungen in Budapest sind über uns buchbar.
